Friede, Freude, saure Gürkchen

Gepostet Von AK Öffentlichkeit am Dez 19, 2018 in Presse


Friede, Freude, saure Gürkchen

Als der Flunsch Weihnachten stahl – Ein Weihnachtstheater der besonderen Art – Pressemitteilung von Henning Rothe

Spannung und Nervosität waren am Abend des vergangenen Mittwochs greifbar in der Aula der Montessorischule Vilshofen:
Spannung bei den zahlreichen Gästen, Nervosität bei Lehrern und Schülern der Sekundarstufe. Schließlich war in diesem Jahr nicht viel Zeit zum Einstudieren des Theaterstücks “Als der Flunsch Weihnachten stahl”. Doch: „Nervosität, Angst und auch Frust zu spüren und zu bewältigen sind wichtige Erfahrungen für die Schüler!“ führte die Schulleiterin Monika Weinzierl in ihrer Begrüßungsrede aus. „Und wer vor einem Bühnenauftritt kein Lampenfieber mehr spürt, sollte kein Theater mehr spielen.“ Ein Glück für alle Anwesenden, dass die Schüler von diesem Zustand noch weit entfernt waren!
Nach den Vorgaben ihrer Lehrerin Martina Zeller-Preuß hatten sie einen Weihnachtsklassiker für ihre Zwecke umgeschrieben. So konnte das Publikum erleben, wie der Weihnachtsmuffel Flunsch in Kuhdorf versucht, das Weihnachtsfest zu sabotieren.
Von einer wundervollen Fee durch die Geschichte geführt, erfuhren die rund 80 Zuschauer, warum Flunsch in einer einsamen Berghöhle wohnt und Weihnachten und Kinder so sehr hasst. Die kleine Lulu Muh lässt sich aber weder von dieser Geschichte, noch von ihren Eltern oder dem Bürgermeister davon abhalten, den Flunsch zum Fest der Liebe nach Kuhdorf einzuladen. Als dieser dann aber tatsächlich im Ort erscheint, schlägt ihm die Abneigung und der Spott der Dorfbewohner entgegen. Beleidigt zieht er ab und klaut heimlich Tannenbaum, Geschenke und Festtagsessen. Offensichtlich stellen diese Dinge für die Menschen ja den Mittelpunkt des Weihnachtsfestes dar. Nach dem ersten Schreck und dem Ärger über den Diebstahl erinnern sich die Kuhdorfer aber wieder an den eigentlichen Sinn des Festes und stimmen gemeinsam ein Weihnachtslied an. Als der Flunsch das hört, kehrt er reumütig und geläutert zurück und gemeinsam feiern sie das Fest der Liebe.
Textsicher bewältigten die Schüler auch umfangreiche Sprachrollen und stellten die Figuren überzeugend dar. Kleine Nebengeschichten lockerten den moralischen Gehalt des Stückes auf. Der Hund, der über das Treppen steigen klagt, der Flunsch, der entgegen jeder Statik Baum, Geschenke und Plätzchenteller auf seinem Schlitten stapelt oder der stets gut gelaunte Straßenverkäufer, der seine traditionellen Weihnachtsgurken mit und ohne Zuckerstreusel an den Mann zu bringen weiß!
Umrahmt wurde das Stück durch den Schülerchor unter der Leitung von Michael Schmidbauer. Zu Gitarre, Klavier, Geige, Blockflöte und Glockenspiel boten die Musiker ein buntes Potpourri moderner und klassischer Weihnachtslieder.
Nach der Aufführung ließ die ganze Schulfamilie den Abend gemütlich bei Häppchen, Kuchen und Punsch ausklingen. Ganz Unerschrockene taten dies am Sonnwendfeuer im Schulhof. Für die anderen war in der Aula Zeit und Raum für vorweihnachtliche Gemütlichkeit.

Weihnachtstheater – Als der Flunsch Weihnachten stahl

Szene aus dem Weihnachtstheater

Szene aus dem Weihnachtstheater