Alle unter einem Dach

Gepostet Von Schulleitung am Jan 4, 2022 in Aktuelles, Presse


Alle unter einem Dach

Alle unter einem Dach

(Vilshofener Anzeiger vom 03.01.2022)

Die Räume in der Kapuzinerstraße sind fast leer. Hier und da stehen ein paar Kisten, die übriggebliebenen Tische sind in den Ecken gestapelt. Eine Schultafel rollt vorbei. Um den Aufzug herum wuselt es geradezu. Vorstandschaft und Personal der Vilshofener Montessori Schule räumen aus – mit Hilfe von Schülern und Eltern. Es geht in die Kloster-Mondsee-Straße, wo ab Montag Primar- und Sekundarstufe im selben Gebäude zur Schule gehen.

Um 9 Uhr ging’s los mit dem gemeinsamen Ausräumen, rund eineinhalb Stunden später ist „das meiste draußen“, sagt Vorstand Sandra Mareck. „Wir haben zwei LKW und drei Sprinter im Einsatz.“ Um die 50 Eltern sind gekommen, um mit anzupacken. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht und dass so viele Leute helfen“, sagt Mareck.

Manche Möbel wandern direkt in den Sperrmüll, andere wurden auf Ebay verkauft oder verschenkt. „Die Schüler haben sich auch etwas mitnehmen dürfen“, erzählt Sandra Mareck. Tochter Joana hat deshalb nun ein Whiteboard daheim. Sie besucht die 5. Jahrgangsstufe der Montessori Schule – und freut sich, dass sie ab Montag nicht mehr so viele Treppenstufen hochlaufen muss.

„Wir sind natürlich froh, dass es jetzt so weit ist“, sagt Sandra Mareck. Geplant war, dass die Sekundarstufe (Jahrgangsstufen 5 bis 10) zu Beginn des Schuljahres in den Neubau der privaten Schule einzieht, ein Wasserschaden verzögerte das Vorhaben. Glück im Unglück: Die Sekundarstufe mit ihren 72 Schülerinnen und Schülern konnte bis Ende 2021 in der Kapuzinerstraße bleiben. Da wird noch geputzt – am 10. Januar werden die Räumlichkeiten „besenrein“ übergeben.

In der Kloster-Mondsee-Straße sind Pädagogen, Vorstandsmitglieder und Helfer indes am Einräumen. Unterrichtsmaterialien, fertige Theaterbühnen und einzelne Möbelstücke kamen mit. Die Bibliothek wird mit Büchern bestückt. Auch im Neubau helfen neben den Eltern die Kleinsten beim Auspacken, beim Schrauben – für den rund 5 Millionen Euro teueren Neubau gibt’s neue Möbel.

Vorstandsmitglied Stefan Weishäupl hilft bei der Umzugsorganisation – er ist seit 7 Uhr im Einsatz. Zu tun gibt es vieles: Platz für das Mitgebrachte finden, eine Großputzaktion nach dem Umzug. „Die Lehrküche fehlt noch“, sagt Stefan Weishäupl. Pfingsten soll die Schule komplett fertig sein, auch die Außenanlagen mit neuen Spielmöglichkeiten.

Johanna Eberle, Schulleiterin der Primarstufe (Jahrgangsstufen 1 bis 4 mit 86 Schülern), ist guter Dinge: „Es läuft super, alle helfen mit.“ Eine Erleichterung sei der Umzug außerdem für das Personal, denn „jetzt sind alle zusammen“. Die Freude sei riesengroß. „Es wird ein spannender Start für alle“, sagt Johanna Eberle. Ab Montag lernen nicht nur alle Schülerinnen und Schüler unter einem Dach – sie dürfen auch zum allerersten Mal durch den neuen Haupteingang das Schulhaus betreten.